FDP Ortsverband Walldorf

Artikel über Christian Lindner n-tv.de 2017-09-05

Person der Woche

Dienstag, 05. September 2017

Person der Woche

Das Erfolgsgeheimnis von Christian Lindner
Von Wolfram Weimer

Die FDP steht vor der Rückkehr in den Bundestag. Christian Lindner hat aus der Trümmertruppe von 2013 einen Hoffnungsverein formiert. Er selbst ist der Grund für das spektakuläre Comeback seiner Partei.
Christian Lindner ist so etwas wie das Einhorn der deutschen Politik. Wie ein seltenes, magenta-farbenes Fabelwesen durchstreift er das Land und springt so eigenartig heiter umher, dass man stutzt. Er wird nicht gehört, er wird bestaunt. Vor vier Jahren, als Lindner den Vorsitz der Partei übernahm, da hing die FDP wie ein verwesender Aal über der Reling des deutschen Politikdampfers. Die FDP drohte im Meer der gebrochenen Wahlversprechen vollends unterzugehen. Umso erstaunlicher ist das jetzige Comeback. Nach allen Umfragen wird sie ihr Ergebnis bei der anstehenden Bundestagswahl glattweg verdoppeln. Sie kehrt nicht nur ins Parlament zurück, wahrscheinlich sogar direkt in eine neue Regierung. Die Partei und vor allem ihr Spitzenkandidat gelten als - man mag es kaum glauben - "cool".
Fragt man Politikwissenschaftler nach den Gründen des Comebacks, dann bekommt man drei Antworten.
• Erstens sei Deutschland relativ bürokratisch und bevormundend markiert, so dass eine Freiheitspartei einen wachsenden Markt finde. Gerade der wirtschaftende Mittelstand und die aufstrebende Start-Up-Generation suchten eine Partei, die Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit sichert, jenseits von staatsgläubigen Regulierern und moralischen Besserwissern. Lindner Narrativ dazu: "Es geht darum, dass unser Land mit den schwarzen, roten und grünen Sozialdemokraten im Bundestag und der autoritären AfD vor der Tür nicht alleine gelassen wird."
• Zweitens profitiere die FDP von einer Lücke in der politischen Schlachtordnung des Jahres 2017, einer Nische zwischen der linksgeneigten CDU und der rechtspopulistischen AfD. Die Sozialdemokratisierung der Union unter Angela Merkel führe dazu, dass viele bürgerliche Kernwähler neue politische Heimaten suchten. Wer nicht gleich nach rechts außen stolpere, fände in der FDP eine Protestpartei der Gemäßigten, Weltoffenen und Pro-Europäer. So setze die FDP-Kritik an der Migrationspolitik nicht auf Ressentiment und Nationalismus sondern auf das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit. Lindner erklärt das so: "Man hat das Gefühl, es herrscht in Deutschland Wilder Westen. Gefährder im Visier der Sicherheitsbehörden werden nicht lückenlos überwacht. Ausreisepflichtige können sich frei bewegen, sogar über Grenzen hinweg. Mit ausgedachten Identitäten können Sozialleistungen erschlichen werden. Wir akzeptieren nicht, dass der Bürokratismus wächst, der Staat in seinen Kernaufgaben aber der Lächerlichkeit preisgegeben ist."
• Das dritte Argument der Politprofis verweist auf die zeitgeistige Neo-Bürgerlichkeit in vielen westlichen Ländern. Die politischen Achsen der meisten Republiken verschöben sich gerade nach rechts. Daher sei es für eine bürgerliche Partei derzeit leichter, Gefolgschaft zu mobilisieren als für linke Parteien.
An allen drei Argumenten mag etwas dran sein. Doch der wahre Grund für das Überraschungscomeback der FDP liegt woanders - nämlich in der Person Christian Lindners. Er ist - genau wie Robert Habeck bei den Grünen und wie Jens Spahn bei der CDU - ein Politiker mit Mut zur Autonomie, zum Querdenkertum. Er verkörpert damit eine neue Generation, die weniger gestanzt und ideologisch analog, sondern geistig vernetzt und digital variantenreich daherkommt. In einem Wahlkampf, in dem die anderen Spitzenkandidaten erstaunlich betagt wirken, kann Lindner seine relative Jugend ausspielen. Schließlich feiern derzeit jugendliche Typen wie Emmanuel Macron, Justin Trudeau oder Sebastian Kurz auch andernorts politische Triumphe. In westlichen Gesellschaft wächst offenbar die Sehnsucht nach Generationenwechseln. Hier hat die FDP ihre maximale Marktlücke. Lindner wirkt in seiner Sprache und seinem Gestus, in seinem Humor und seinem Mut zur politischen Inkorrektheit ("Ich liebe meinen Porsche und mache gerade einen Jagdschein") bis hin zu den Unterhemden-Wahlplakaten einfach drei Jahrzehnte jünger als seine Konkurrenz. Dabei bedient er eine unpolitische Sehnsucht nach einem lässig-liberalen Lifestyle des 21. Jahrhunderts. In einer politischen Szenerie der formierten Sprach- und Denkweisen kommt er vielen vor wie der Anti-Spießer. Bei Lindner fühlt man sich zuweilen wie in einem Start-up-Loft beim Fußballkickern oder mit den Comedy-Kumpeln beim Poetry Slam. Lindner ist so jung wie Kimi Raikkönen, Joko Winterscheidt oder Britney Spears. Damit verkörpert er schlichtweg die Zukunft. Es ist wahrscheinlich, dass Lindner im Falle eine Regierungsbeteiligung der FDP gerade nicht das Außenministeramt anstrebt und damit den Fehler Guido Westerwelles wiederholt. Neu denken heißt in seinem Fall eher: Superminister für Wirtschaft und Digitales werden.
Sein Förderer, der frühere Bundesminister und NRW-FDP-Chef Jürgen Möllemann, nannte Lindner einst "Bambi". Nun könnte Bambi bald Deutschlands Superminister in der Merkel-IV-Regierung werden. Und wenn viele Menschen die FDP als "One-Man-Show" kritisieren, dann haben sie völlig Recht. Es ist Christian Lindner, der die neue Freiheit der FDP ganz allein verkörpern kann wie ein seltenes Fabelwesen - das Einhorn aus dem Westen.
Quelle: n-tv.de

Bundestagswahl 2017

Besuch bei der Wallburg GmbH

v.l.: Jochen Haußmann, Dr. Jens Brandenburg, Matthias Renschler, Ralf Müeller<br />
v.l.: Jochen Haußmann, Dr. Jens Brandenburg, Matthias Renschler, Ralf Müeller


Die Freien Demokraten aus Walldorf hatten gemeinsam mit dem Bundestagskandidaten der FDP im Rhein-Neckar-Kreis Herrn Dr. Jens Brandenburg und dem stellvertretenden Vorsitzenden der FDP / DVP Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg Herrn Jochen Haußmann (MdL) in diesen Tagen die Gelegenheit das mittelständische Unternehmen Wallburg GmbH Industrielackfabrik mit Sitz in Walldorf zu besuchen.

Jochen Haußmann und Dr. Jens Brandenburg besuchen zahlreiche mittelständische Unternehmen insbesondere in Baden-Württemberg, um sich über die Interessen, Sorgen und Ideen kleiner und mittlerer Unternehmen zu informieren, die das Rückgrat der Wirtschaft darstellen und mit Abstand die meisten Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze schaffen.

Die Wallburg GmbH entwickelt und produziert seit über 50 Jahren Industrielacke für unterschiedliche Produkte und Anwendungsgebiete.Spezialisiert hat sich das Unternehmen unter anderem auf Lebensmittellacke, die z. B. bei der Färbung von Ostereiern Anwendung finden. Das Unternehmen überzeugt durch Erfahrung, Kompetenz, hohe Qualitätsstandards und einem Bewusstsein für verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.

Bei der Begehung der modernen Produktionsanlagen und der Erläuterungen über die Produktion durch den Geschäftsführer Herrn Ralf Müller wurde deutlich, dass hier mit Leidenschaft gearbeitet und innovative Entwicklung betrieben wird.

Jens Brandenburg und Jochen Haußmann zeigten sich beeindruckt und betonten, dass Dank der Innovationsfreude und -fähigkeit sowie der elementaren Teilhabe an Forschung und Entwicklung der Mittelstand für technologischen und wirtschaftlichen Fortschritt steht und so als Motor unserer wissensbasierten, europäischen Gesellschaft funktioniert.

Die 24 erfahrenen und qualifizierten Mitarbeiter sind mit Herz und Hand bei der Sache, so Ralf Müller. Die Unternehmensleitung legt größten Wert darauf gut ausbildete Mitarbeiter einzustellen – das macht es dem mittelständischen Unternehmen möglich Produkte in hoher Qualität zu fertigen.

Innovation geschieht durch Menschen: Die modernste Technik kann nur funktionieren, weil es Menschen gibt, die mitdenken und handeln. Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter und ein schonender Umgang mit Ressourcen sind Maxime des Unternehmens, so erklärte Geschäftsführer Ralf Müller.

Auch durch den Brand der Produktion im Jahre 2008 ließ sich die Firma Wallburg nicht unterkriegen – so steht heute eine der modernsten Lackfabriken Europas hier im Walldorfer Industriegebiet.

Mitgliederversammlung

Dr. Jens Brandenburg in Walldorf

v.l.: Alexander Kohl, Dr. Jens Brandenburg, Christian Specht, Matthias Renschler
v.l.: Alexander Kohl, Dr. Jens Brandenburg, Christian Specht, Matthias Renschler

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der FDP Walldorf konnte der FDP Ortsverbandsvorsitzende Matthias Renschler neben zahlreichen Mitgliedern und Gästen insbesondere den Bundestagskandidaten der FDP im Wahlkreis Rhein-Neckar Herrn Dr. Jens Brandenburg begrüßen. Herr Dr. Brandenburg ist 31 Jahre alt, promovierter Politikwissenschaftler, Unternehmensberater und kandidiert ein weiteres Mal zur Bundestagswahl im Wahlkreis Rhein-Neckar. Sein Credo: „Wir wollen den Einzelnen stärken.“ Er erläuterte der Versammlung seine zukunftsorientierte Haltung und dass ein "bloßes Weiter so" für Deutschland zu wenig und ein Abwarten keine Lösung ist. Mit einer guten Bildungspolitik und mehr Investitionen in Schulen können und müssen vielfältige Bildungswege und die berufliche Bildung gestärkt werden, so Brandenburg. Auch das Thema der „Digitalisierung“ liegt ihm am Herzen. So könnten die Anteile des Bundes an Telekom und Post veräußert werden, um z.B. in einen flächendeckenden Glasfaserausbau zu investieren. Sicherheit und Freiheit brauchen keine „Placebo-Gesetze“. Die Sicherheitsbehörden müssen personell und materiell sehr gut ausgestattet sein. "Die Sicherheit muss besser organisiert sein als das Verbrechen". Die aktuelle Konjunktur, so Brandenburg, ist in einer Hochphase. Die Wirtschaft profitiert zwar von historisch niedrigen Zinsen, schwachem Euro und noch nicht voll spürbaren Effekten der Digitalisierung sowie dem demografischem Wandel. Wir brauchen aber jetzt Reformen und Investitionen, damit wir in 10-20 Jahren noch vorne dabei sind. Über all diese Positionen und Themen diskutierte die Versammlung ausgiebig. Bereits zu Beginn der Versammlung, an der auch der Kreisverbandsvorsitzende der FDP Herr Alexander Kohl teilnahm und über die Tätigkeit des Kreisverbandes berichtete, konnte der Ortsverbandsvorsitzende Matthias Renschler ein weiteres neues Mitglied in den FDP Ortsverband Walldorf aufnehmen. Dabei handelt es sich um Herrn Christian Specht. Christian Specht lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Walldorf. Von Beruf ist er Geschäftsführer eines Unternehmens in der Pharmabranche in Ulm. Wir wünschen Herrn Specht viel Freude und Spaß bei der Mitarbeit in unserem Ortsverband und freuen uns sehr darauf.

Kandidat für die Bundestagswahl

Informationen zu Dr. Jens Brandenburg

Informationen zu unserem Bundestagskandidaten Dr. Jens Brandenburg, finden Sie hier:

Die Kandidaten-Webseite:
www.jens-brandenburg.de


Das Facebook-Kandidatenprofil finden Sie unter:
www.facebook.com/JensBrandenburgFDP

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